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Hormone im Trinkwasser filtern –
giftige Schwermetalle im Trinkwasser
 
KUNTER INTERNATIONAL
Heike Kunter
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Wasserfilter gegen Mikroorganismen im Trinkwasser

Wasserfilter gegen Mikroorganismen sind nicht immer nötig, denn Mikroorganismen kommen immer im Trinkwasser vor und sind in den meisten Fällen auch völlig unbedenklich. Problematisch wird es immer nur dann, wenn ungeeignete Materialien eingesetzt werden, die Fließzeiten zu lang sind oder bestimmte Temperaturen die Vermehrung der Mikroorganismen begünstigen.
Dazu kommt, dass sich unter bestimmten Umständen Biofilme auf den Oberflächen der Trinkwasserrohre bilden, die die Vermehrung gesundheitsgefährdener Mikroorganismen wie Legionellen und Pseudomonas begünstigen und sich nur schwer wieder entfernen lassen.

Wasserleitungen mit längeren Stagnationszeiten – z. B. in Ferienhausgebieten – und aus energetischen Gründen niedrig temperierte Warmwasserkreisläufe sind besonders anfällig für Verkeimungen mit Legionellen und Pseudomonas und damit ein besonders wichtiger Einsatzort für einen Wasserfilter.

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Biofilme in Hausinstallationen

In Verteilungsleitungen der Trinkwasserversorgung und in der Hausinstallation kann es erwiesenermaßen in erheblichem Umfang zur Kontamination des Wassers durch hygienisch relevante Mikroorganismen kommen. Sie stammen weit überwiegend von Biofilmen auf Werkstoffen, die mikrobielles Wachstum unterstützen.

In der Praxis des Hygiene-Instituts der Universität Bonn, des IWW, der DVGW-Forschungsstelle Hamburg-Harburg sowie im Fachbereich „Ökologie der Mikroorganismen“ in Berlin haben sich immer wieder Fälle ergeben, in denen eindeutig eine Kontamination des Trinkwassers durch Biofilme aus der Hausinstallation vorlag. Dabei handelte es sich um Krankenhäuser, Arztpraxen, Altenheime, Kindergärten, Schulen, Sportstätten, Hotels, Kasernen und andere Einrichtungen sowie um Privathaushalte.
Biofilme sind ziemlich widerstandsfähig. Haben sie sich erst einmal ausgebildet, reicht eine Entkeimung des Wassers nicht aus, da dann das Wasser, aber nicht der Biofilm keimfrei ist, und im Anschluss an die Maßnahme das Wasser wieder verkeimt.

 

Legionellen und Pseudomonas im Trinkwasser

Legionellen und Pseudomonas können in Trinwasserleitungen in Biofilmen vermehrt auftreten, aber auch in den Warmwasserkreisläufen von Haushalten, Mehrfamilienhäusern, Hotels, Sportstätten, Unternehmen, Krankenhäuser  etc.
Zwischen 25 Grad Celsius und 50 Grad Celsius ist die optimale Temperatur für eine starke Vermehrung von Legionellen, also gerade in dem Temperaturbereich, der in Warmwasserkreisläufen häufig aus energetischen und Kostengründen gewählt wird.
Hauptinfektionsweg ist das Einatmen erregerhaltiger, lungengängiger Aerosole aus dem Warmwasserbereich. Somit stellen insbesondere Duschen aber auch Aerosole am Wasserhahn Gefahrenquellen dar. Weiterhin gewinnen Legionellen als Krankheitserreger auch im direkten Schwimmbeckenbereich zunehmend an Bedeutung, wo neben Whirlpools auch sonstige mit einer Wasserversprühung oder -verrieselung versehene Anlagen wie künstliche Wasserfälle, Fontänen und auch Rutschen eine Rolle spielen können ( s. a. Apotheken-Rundschau vom 13.12.2013: Legionellen: Gefahr aus der Dusche).

Bei Wasser aus Warmwasserkreisläufen, das zu hygienischen Zwecken zum Duschen oder Baden oder als Trinkwasser verwendet wird, sollte man sich deshalb informieren, welche Temperatur das Kreislaufwasser mindestens aufweisen sollte, um eine Vermehrung von Legionellen von vornherein zu vermeiden.

 

Keine lückenlose Überwachung gesundheitlich relevanter Mikroorganismen im Trinkwasser

Das Vorhandensein und die Konzentraion im Trinkwasser vorkommender und gesundheitsgefährdender Mikroorganismanen wie Legionella pneumophila und Pseudomonas aeruginosa wird im Labor überwacht durch die Bestimmung koloniebildender Einheiten (KBE). Allerdings hat sich herausgestellt, dass diese Mikroorganismen auch dann in Trinkwasser-Installationen lebensfähig vorhanden sein können, wenn sie mit konventionellen Kultivierungs-Methoden nicht nachzuweisen sind. Sie befinden sich dann in einem vorübergehend nichtkultivierbaren Zustand, der als „viable but not culturable“ (VBNC) bekannt ist.
Hierfür eine Datenbasis zu schaffen, ist das Ziel des Projektes Biofilm Management.  Dadurch sollen die Voraussetzungen für die Abschätzung des Risikos durch lebende, aber vorübergehend nichtkultivierbare Pathogene geschaffen werden. Die Kenntnis hierüber ist von unmittelbarer Bedeutung sowohl für die Aufklärung und Sanierung von Kontaminationsfällen als auch für die Konzeption und den Betrieb von Trinkwasser-Installationen nicht nur in öffentlichen Gebäuden.

Die Kenntnisse über diese Zusammenhänge sind bruchstückhaft und die Untersuchungen stehen am Anfang. Was uns diese Informationen aber deutlich zeigen ist, dass bei den Verantwortlichen reflexhaft jede Gefahr geleugnet und nur das zugegeben wird, was auf keinen Fall mehr geleugnet werden kann.

Aufklärung sieht anders aus!

 

Nicht nur kleine, auch große Wasserbewohner können uns den Geschmack am Trinkwasser
verleiden.